Myokardszintigraphie

Dieses Verfahren bietet die höchste Sicherheit zum Nachweis einer belastungsabhängigen Minderdurchblutung des Herzmuskels als Ausdruck einer relevanten Einengung der Herzkranzgefäße. Sie ist der Goldstandard bei der Risikoabschätzung einer koronaren Herzerkrankung.

 

Die Myokardszintigraphie stellt seit Jahren eine etablierte und einfach durchzuführende Methode zum Nachweis belastungsabhängiger Durchblutungsstörungen des Herzmuskels dar. Hierbei werden Aufnahmen des Herzens nach Injektion eines schwach radiokativen Medikaments durchgeführt. Die Injektion erfolgt in eine Armvene unter Belastung des Herzens entweder klassisch durch Fahrradergometrie oder bei Patienten, bei denen eine körperliche Belastung nicht möglich ist, durch eine medikamentöse Belastung mit Adenosin.

 

Die Myokard-Perfusions-Szintigrafie kann mit hoher Zuverlässigkeit Patienten in eine Hoch- oder Niedrigrisikogruppe zuordnen.

 

Die Genauigkeit der Methode (Spezifität) für Engstellen über > 70 % erhöht sich durch die EKG-getriggerte Aufnahme und Auswertung auf über 90%.

 

Entscheidend für die Bildqualität und damit Zuverlässigkeit der Methode ist die Korrektur der unterscheidlichen Absorption der im Herz eingelagerten Radionuklide durch die umgebenden Thoraxstrukturen. Durch die bei uns verwendete Kombination einer SPECT-Gamma-Kamera und eines Low dose 4-Zeilen-Computertomographen lassen sich Schwächungsartefakte nahezu vollständig eliminieren. Die Schwächungskorrektur alleine und insbesondere in Kombination mit dem EKG-Gating führen zu einer deutlichen Erhöhung sowohl der Sensitivität als auch insbesondere der Spezifität der Untersuchung. Somit können Normalbefunde mit einer deutlich höheren Zuverlässigkeit erfasst werden.